Ackerbau: wärmere Jahre besser als nasse Jahre
Trotz Hitze und Trockenheit war der Ackerbau 2018 lohnender als im nassen Jahr 2016. Dies zeigt eine Analyse von Deckungsbeiträgen bei Weizen, Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln und Zuckerrüben.
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Die Jahre 2014 bis 2018 waren für den Ackkerbau aus agronomischer Sicht von extremen Wetterverhältnissen geprägt. Während 2017 und 2018 warm und trocken waren, fiel 2016 mehr Regen als üblich. Wie sich dies auf den Erfolg von Weizen, Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln und Zuckerrüben auswirkte, wurde anhand der Deckungsbeiträge aus der Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten analysiert.
Unterschiedliche Kulturen
Trotz der Hitze und Trockenheit kann das Jahr 2018 bezüglich Deckungsbeiträgen im Fünfjahresvergleich als durchschnittliches Jahr bezeichnet werden. Das nasse Jahr 2016 führt hingegen bei Weizen, Kartoffeln und Zuckerrüben zu Ertragseinbrüchen und damit zu geringeren Deckungsbeiträgen. Raps ist von feuchteren Jahren weniger negativ betroffen. Die Sonnenblumen profitieren sogar von der Wärme und Trockenheit. Generell gesehen kommen die wärmeren und trockeneren Wetterverhältnisse den Wachstumsbedingungen der Ackerkulturen eher entgegen.
Innerhalb der Kulturen Weizen und Raps lässt sich zudem der Erfolg der verschiedenen Anbaumethoden vergleichen. Im durchschnittlichen Jahr 2018 erzielte der Bio-Weizen die höchsten Deckungsbeiträge, während beim konventionellen Anbau der Extenso-Weizen lohnender war als der Nicht-extenso-Weizen. Auch bei Raps schneidet das Extenso-Verfahren besser ab als der Nicht-extenso-Anbau, der Unterschied ist sogar deutlicher als beim Weizen.
Dierk Schmid: „Ackerbau: wärmere Jahre besser als nasse Jahre : Deckungsbeiträge von Weizen, Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln und Zuckerrüben (2014−2018)“
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