KI-Studie: Investitionen steigen, aber Skalierung bleibt Herausforderung
Führungskräfte in der EMEA-Region zeigen sich laut Lenovo-Studie äusserst zufrieden mit KI-Projekten. Trotz steigender Budgets bleibt die Skalierung eine Hürde.
Laut dem «AInomics CIO Playbook 2025» von Lenovo sind 94 % der KI-Projekte in der EMEA-Region erfolgreich verlaufen. Unternehmen investieren verstärkt in generative KI, während interpretative und prädiktive KI an Bedeutung verlieren. Der Anteil der IT-Budgets für KI steigt bis 2025 auf 20 %, nachdem er im Vorjahr noch bei 13 % lag. Besonders hoch ist die Investitionsbereitschaft in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien.
Trotz dieser positiven Entwicklung bestehen weiterhin Herausforderungen. Skalierungsprobleme (30 %) und unzureichende Datenqualität (29 %) bremsen die Implementierung. Zudem fehlt es oft an klaren Richtlinien: 22 % der Unternehmen haben keine Pläne für KI-Governance, was die Integration erschwert. Gleichzeitig gewinnt der Einsatz professioneller KI-Dienstleistungen an Bedeutung. Während aktuell 27 % der Unternehmen solche Services nutzen, planen 53 % die Implementierung und weitere 19 % prüfen ihren Einsatz.
Die Nachfrage nach hybriden IT-Infrastrukturen steigt ebenfalls. 65 % der Unternehmen in der EMEA-Region setzen primär auf On-Premises- oder hybride Architekturen, um Datenschutz und Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Dies bestätigt Giovanni Di Filippo, President der EMEA Infrastructure Solutions Group bei Lenovo: «Die meisten Unternehmen haben die Hype-Phase hinter sich gelassen und fokussieren sich auf die nachhaltige Implementierung von KI.»
Auch die Art der Anwendungen verändert sich. Der Fokus verschiebt sich von KI-gestützten Anwendungen hin zur Entwicklung und Verwaltung von KI-Modellen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre KI-Strategien nicht nur innovativ, sondern auch nachhaltig und skalierbar sind. Laut Lenovo-Manager Greg Smith hängt der Erfolg von KI-Projekten nicht nur von der Technologie, sondern auch von Expertise und professioneller Unterstützung ab: «Führungskräfte gewinnen schnell an Vertrauen und setzen zunehmend auf diversifizierte Ansätze wie KI-as-a-Service.»
Um KI erfolgreich zu implementieren, sind laut der Studie vier zentrale Herausforderungen zu bewältigen: die Einhaltung von Datenhoheit und Compliance (32 %), die nahtlose Integration in bestehende Systeme und Prozesse (32 %), die Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter (31 %) sowie der Zugang zu hochwertigen Daten (31 %).