Best-Recruiters-Studie: Helsana führt im Recruiting-Ranking
Helsana belegt in der aktuellen Best-Recruiters-Studie den ersten Platz und verweist die Vorjahressiegerin Migros Bank auf Rang zwei. Während im Recruiting Videoinhalte und Social Media an Bedeutung gewinnen, bleiben Sicherheitslücken und mangelnde Rückmeldungen zentrale Schwachstellen, wie die Studie zeigt.

Am Mittwoch wurden in Zürich die Best Recruiters des Landes gekürt sowie die aktuellen Recruiting-Trends vor 150 Gästen aufgezeigt. Mit herausragenden Ergebnissen in allen Kategorien erzielt Helsana den diesjährigen Gesamtsieg, vor der Migros Bank und der Graubündner Kantonalbank.

Die Best-Recruiters-Studie untersuchte bereits zum zwölften Mal die Recruiting-Qualität der 450 grössten Arbeitgeber der Schweiz und Liechtenstein. Die Ergebnisse wurden erstmals von Christian Pasteka präsentiert, der die Studienleitung Anfang 2025 übernommen hat. Seine Vorgängerin Agnes Koller bleibt als Beirätin weiterhin beratend tätig. Am Event wurde ausserdem das neue Best-Recruiters-Portal vorgestellt, das Unternehmen individualisierte Analysen und Vergleiche aus den Studienergebnissen ermöglicht.

Die Studienergebnisse im Überblick
Während TikTok und Videocontent weiter auf dem Vormarsch sind und auch die Usability deutliche Fortschritte macht, verweisen die Studienergebnisse auch auf deutliche Defizite in den Bereichen Cybersicherheit, Leadership-Kommunikation und Reaktionsgeschwindigkeit auf Bewerbungen.
Besonders kritisch bewertet die Best-Recruiters-Studie die IT-Sicherheit von Karriere-Websites. Nur sechs Prozent der untersuchten Seiten sind ausreichend gegen Datenabgriffe geschützt. Zudem seien Ladezeiten auf mobilen Geräten oft zu lang, was die Nutzung erschwere.
Auch im Bewerbungsprozess zeigen sich Mängel. Ein Test mit einer fiktiven Anfrage eines 17-Jährigen zu Kennenlern- und Schnuppermöglichkeiten ergab, dass 59 Prozent der Unternehmen nicht reagierten. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 32 Prozentpunkten.
Das Thema Leadership spielt im Recruiting auch weiterhin eine untergeordnete Rolle. Nur zwei Prozent der Stellenanzeigen enthalten Angaben zum Führungsstil, und auf den Karriere-Websites von Arbeitgebern wird das Thema nur selten thematisiert. Diversität innerhalb der Führungsetagen wird kaum sichtbar gemacht.
Positiv hervorgehoben wird der Einsatz von Videoinhalten: 72 Prozent der Karriere-Websites nutzen mittlerweile Videos, drei Viertel davon mit konkreten Einblicken in den Arbeitsalltag. Auch Social Media wird verstärkt für Recruiting-Zwecke genutzt – LinkedIn bleibt führend, während TikTok mit einem Anstieg auf 17 Prozent zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig bleibt das Community-Management auf Plattformen wie LinkedIn und Instagram ausbaufähig, da die Interaktionsraten unter zehn Prozent liegen.